Meine Erfahrung mit einem Webshop …

… oder warum leider viele gerne bei Amazon kaufen.

Diese Woche hatte ich eine nicht-so-gute Erfahrung in einem Webshop. So etwas passiert hoffentlich auf deiner Website nie.

Nur ein Tablet bestellen …

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Ich wollte in einem österreichischen Webshop ein Tablet bestellen. Ich bestelle generell lieber bei österreichischen Shops als bei Amazon, denn Amazon zahlt keine Steuer und wird sich daher nie an meiner Pension beteiligen. Ich weiss, dass andere Shops meist nicht so komfortabel sind wie Amazon und das nehme ich in Kauf.

Der Shop, den ich auf Geizhals gefunden hatte, hat ein Design wie vor 10 Jahren. Wenn die Produkte gut sind und der Service passt, dann ist das OK. Ich legte mein Tablet in den Warenkorb und ging zur Kasse. Ich füllte all meine Daten aus, mit getrennter Lieferadresse und ging zur Zahlung.

Fehler 1

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Die Eingabe der Kreditkartennummer war auf der Seite des Webshops selber, es war nichts von einem Zahlungsanbieter wie Wirecard oder MPay24 sichtbar. Nicht gut, dachte ich, aber es ist ein österreichischer Shop, also vertraue ich ihm trotzdem. Ich habe die Kreditkartendaten eingegeben und nachgesehen, wohin die Daten geschickt werden. Die Daten gingen direkt an den Shopbetreiber und nicht an einen Zahlungsanbieter.

Kreditkartendaten speichern ist nicht erlaubt. Für Kreditkartendaten gibt es sehr viele Sicherheitsrichtlinien, an die man sich halten muss und das ist für einen kleinen Webshop unmöglich. Das war der erste Grund, den Webshopbetreiber anzurufen.

Fehler 2

Nach der finalen Bestätigung meiner Bestellung kam die weniger erfreuliche Überraschung: Eine Fehlermeldung, wie unten im Screenshot. Kreditkartendaten eingegeben und eine Fehlermeldung bekommen, das war gar nicht vertrauenserweckend.  Das Tablet war immer noch im Warenkorb. Es war Sonntag Abend. Ich schrieb der Firma ein Email und bittete um Rückruf.

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Montag habe ich bis 11 Uhr gewartet, es kam kein Anruf und das hatte ich so halb schon erwartet. Da habe ich dann angerufen. Nein, dieser Fehler sollte bei Kreditkartenfehlern nicht kommen, meinte der Mitarbeiter. Wieso der kommt müssen sie untersuchen, aber der Entwickler ist diese Woche auf Urlaub … Ich kann also mit meiner Kreditkarte nicht bezahlen.

Ich wollte das Tablet dann mit Sofortüberweisung kaufen. Ich ging wieder in den Webshop, loggte mich ein und ging zum Warenkorb. Das Tablet war noch da. Im nächsten Schritt war meine geänderte Lieferadresse allerdings wieder verschwunden. Nochmals eingeben … ärgerlich. Die Bestellung abschließen mit Sofortüberweisung ging dann flott und problemlos.

Fehler 3

Aber dann … rief mich ein paar Minuten später der Mitarbeiter vom Webshop an, mit dem ich gesprochen hatte und dem ich einen Screenshot geschickt hatte. Er meinte, am Screenshot wäre eine andere Lieferadresse zu sehen, diese ist aber bei der Bestellung nicht gespeichert. Das war also der nächste Fehler, der nicht passieren sollte. Ich hoffe für die Firma, dass nicht alle Lieferadressen verloren gehen.

 

Zum Glück problemlose Lieferung

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Der Mitarbeiter war dann so freundlich, die Adresse vom Screenshot abzuschreiben. Das Tablet wurde dann immerhin am nächsten Tag problemlos geliefert.

Ich bin bei solchen Abläufen recht geduldig, weil ich gerne weiß, wie die Qualität von österreichischen Webshops ist. Andere Besucher mit weniger Geduld geben früher auf und gehen zu Amazon. Weil es dort einfach funktioniert.

 

Qualität ist nicht selbstverständlich

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Nach solchen Erfahrungen weiß ich wieder, warum ich viel Aufwand in die Qualität von den Webshops stecke, die ich betreue.

Natürlich habe ich der Firma angeboten, dass ich mir den Webshop genauer ansehe. Denn außer diesen deutlichen Fehlern gibt es noch einige Punkte bezüglich Usability und Verkaufspsychologie, die man verbessern kann. Der Mitarbeiter hat gesagt, er würde dies seinem Chef weitergeben. Ich bin gespannt, ob ich angerufen werde…

Das Fazit für dich:

Teste deine Website regelmäßig

Teste deine Website oder deinen Webshop regelmäßig. Nur so fallen dir Fehler und unlogische Abläufe auf. Du hast nur einfache Formulare? Dann melde dich jeden Monat für deinen Newsletter an und teste, ob es noch richtig funktioniert und ob du die Ansprache an deine potentiellen Kunden noch gut findest.

Mach eine Bestellung in deinem Webshop

Im Webshop ist es gut, eine komplette Bestellung zu machen. Viele Tester hören vor der Zahlung auf, denn da würde es dann etwas kosten. Ja, natürlich, aber das Geld kommt bei der Firma dann wieder rein. Die paar Euro für den Zahlungsdienstleister sind gut investiert bei diesem Test.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Testen und Verbessern deiner Website!

 

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